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D-Wagen: eine historische Fahrt durch die Wiener Geschichte

Freitag, der 13. Januar 2017

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D-Wagen

Straßenbahnlinie D

…und das quer durch Wien. Ein wahrer Geheimtipp für alle Städtebummler und Reiselustige. Die Straßenbahnlinie D verbindet die schönsten Orte Wiens miteinander und macht Halt an den prächtigsten Gebäuden an der Wiener Ringstraße. Wir sind für euch eine Runde gefahren und haben Wien für euch in 42 Minuten erkundet. Und eines können wir euch mit Sicherheit sagen: Die Linie D ist mehr als „nur“ eine Straßenbahnlinie.

Quer durch die Stadt

…zieht die Straßenbahnlinie D ihre Spur durch den 10., 3., 1. und 9. Bezirk – und gilt somit als eine wichtige Verbindung zwischen dem Norden und Süden Wiens. Die Länge der Strecke, die von A nach B täglich zurück gelegt wird, liegt bei über 10 Kilometern und geht vom Hauptbahnhof über die Ringstraße bis hin zum Heurigenort Nußdorf. So kann man Wien im wahrsten Sinne des Wortes in vollen Zügen genießen.

Geschichtsträchtiger D-Wagen

Der D-Wagen feiert heuer seinen 111. Geburtstag und hat schon so einiges „am Buckel“. Am 13. April 1906 startete er seine erste Fahrt – damals noch vom Südbahnhof (heutiger Hauptbahnhof) bis zur Althanstraße. Seither hat sich viel verändert: Grundsätzlich gibt es den heutigen Streckenverlauf zwar schon seit 1931, jedoch musste der Betrieb 1944 aufgrund von Bombenschäden eingestellt werden. Am 19. November 1945 war es dann wieder soweit: Der D-Wagen ging in die zweite Runde. Damals wurde er jedoch vom Kopaplatz bis zur Althanstraße betrieben. Erst ein Jahr später wurde sie wieder – wie gewohnt – vom damaligen Südbahnhof weg bis hin nach Nußdorf geführt. Eine weitere Veränderung erfuhr die Straßenbahnlinie D jedoch im Jahre 2005 – dort wurden die „alten“, klassischen Straßenbahnmodelle durch moderne Niederflurfahrzeuge ergänzt.

Prominente Bim

Nicht nur, dass der D-Wagen vor allem an Wiens Prachtboulevard, der Wiener Ringstraße, die schönsten Sehenswürdigkeiten wie die Staatsoper, die Hofburg, das Kunst- und Naturhistorische Museum, das Parlament, die Universität und die Alte Börse umfährt, auch in Kunst und Literatur hatte sie bereits prominente Auftritte. Der Schriftsteller Friedrich Torberg beschrieb den D-Wagen in seinem Werk „Auch das war Wien“ und auch der Dichter Ernst Herbeck widmete sich der Linie D. Für den österreichischen Sänger Wolfgang Ambros diente die Straßenbahn sogar als Kulisse für sein Musikvideo zu „Schaffnerlos“. Einfach unglaublich, was hinter der Fassade des D-Wagens steckt – aber steigt am besten ein und überzeugt euch selbst!

Bild: © Wikipedia