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Der Volksgarten – grüne Idylle am Ring

Montag, der 17. Juli 2017

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Die öffentliche Parkanlage befindet sich im 1. Gemeindebezirk and der Wiener Ringstraße. Ursprünglich befanden sich auf dem Areal in erster Linie Festungsanlagen: Von 1596 bis 1597 wurde auf der östlichen Seite des heutigen Parks eine Kurtine (Festungsbau) erbaut, auf der südlichen 1639 die Burgschanze. Nach der Sprengung durch die Franzosen wurde von 1817 bis 1821 eine Hornwerkskurtine (eine in den Graben verschobene Front) errichtet. Somit erhielt das Gebiet den direkten Zugang an die Ringstraße.

Am 1. März 1823 schließlich wurde die Anlage auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung als erster öffentlicher Park in Hofbesitz feierlich eröffnet. Zwei Jahre später, im Jahr 1825, erhielt der „Volksgarten“ seinen Namen. Wo einst Festungen standen, finden Ruhesuchende heute idyllisches Grün.

Franz-Grillparzer-Denkmal

GrillpartzerDenkmal

1889 wurde das von Carl Kundmann und Carl von Hasenauer errichtete Denkmal des berühmten österreichischen Schriftstellers Franz Grillparzer eröffnet. Wer mit den Werken des einflussreichen Dramatikers nicht vertraut ist, erhält an dieser Stelle einen ersten Eindruck davon. Die Reliefs in der Wand wurden von Rudolf Weyr gestaltet und zeigen Szenen aus Grillparzers Dramen „Ahnfrau“, „Der Traum, ein Leben“ und „König Ottokars Glück und Ende“ sowie „Sappho“, „Medea“ und „Des Meeres und der Liebe Wellen“.

Kaiserin-Elisabeth-Denkmal

ElisabethDenkmal

1907 wurde das Kaiserin-Elisabeth-Denkmal von Hans Bitterlich enthüllt. Mit seiner Entscheidung für den Volksgarten beendete Kaiser Franz Joseph I. jahrelange Diskussionen über die Wahl des Standorts. Selbst bis zum finalen Design war es ein langer Weg: Ein Wettbewerb mit 67 Entwürfen erbrachte keinen klaren Favoriten. Letztendlich entstand ein Denkmal, das die junge Monarchin ohne kaiserliche Attribute zeigt: ruhig dasitzend, ein aufgeschlagenes Buch auf dem Schoß.

Heute ist der Wiener Volksgarten einer der schönsten Gärten Wiens. Zwischen der Hofburg und dem Burgtheater gelegen, dient er den Wienerinnen und Wienern als geschichtsträchtiges Naherholungsgebiet mitten in der Stadt. Wer hier umgeben von bis zu 80-jährigen Rosensträuchern Platz nimmt, kann sich beinahe wie im Wien der Jahrhundertwende fühlen.