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Der Wiener Ring als Schmuckstück

Mittwoch, der 11. Mai 2016

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Der Wiener Ring ist nicht nur ein Prachtboulevard und als solches Juwel unserer Stadt – er ist auch tatsächlich als Schmuckstück erhältlich. Goldschmied Stefan Nikl und Designer Siegfried Baumgartner haben gemeinsam den Wiener Ring entworfen, der in Gelb-, Rot- oder Weißgold ein ganz besonderes Erinnerungsstück für Wien-Fans darstellt.

Wir haben Stefan Nikl getroffen und zum Gespräch gebeten.

Was macht die Wiener Ringstraße in Ihren Augen so besonders, dass sie nun sogar als Schmuckstück erhältlich ist?
Die Wiener Ringstraße trägt den Ring als etwas Geschlossenes ja schon im Namen – als etwas, das so geformt ist, dass man es zum Beispiel am Finger tragen kann. Mein Kooperationspartner Siegfried Baumgartner hat daher den Wiener Ring als Schmuckstück erkannt, das einen besonders engen Bezug zu Wien hat. Es gibt ja auch einige Wortspiele rund um den Wiener Ring, man sagt ja zum Beispiel „Ich bin am Ring“ – das macht auch den Zauber und die Idee unseres Projekts aus. Das Schmuckstück spiegelt sozusagen das Herz der Wiener Innenstadt wider, das direkt am Körper getragen werden kann.

Das heißt, hinter der Idee des Schmuckstücks steckt keine romantische Liebesgeschichte?
Nein, keine Liebesgeschichte, aber eine langjährige Freundschaft. Siegfried ist Designer mit einer Vorliebe für Raum- und Städteplanung. Wir haben uns oft über gute und schlechte Architektur unterhalten und irgendwann entstand die Idee, ein gemeinsames Projekt zu machen. Er entwarf den Prototypen, den ich anfangs gar nicht als Wiener Ring erkannt habe, auf den Stadtplan gelegt war es mir aber sofort klar. Der Wiener Ring ist also ein Schmuckstück für Wien-Fans.

Wer zählt denn zu Ihrem Kundenstamm? Eingefleischte WienerInnen oder TouristInnen, die sich ein Stück Wien mit nachhause nehmen möchten?
Sowohl als auch. Unsere Geschäfte liegen nicht entlang der typischen Touristenpfade, allerdings haben wir einige Kooperationen mit Hotels am Wiener Ring – zum Beispiel mit dem Grand Hotel. Wir freuen uns, wenn das Schmuckstück gut ankommt und wenn Wien-Fans oder Fans der Wiener Ringstraße eine Erinnerung mit nachhause nehmen.

Woher beziehen Sie die Rohmaterialien für den Wiener Ring?
In Österreich wird kaum mehr Gold gefördert, aber es gibt viel Gold auf dem Markt. Wir können daher auf österreichische Gold-Recycling-Firmen zurückgreifen und kaufen auch Altgold von Privatpersonen an. Seit kurzem haben wir außerdem einen Lizensierungsvertrag mit Fairmind. Hier werden Kleinbergbauleute in Südamerika unterstützt, die nur in kleinen Strukturen Gold schürfen und daher auch nicht so massiv in die Natur eingreifen, wie es bei großen Bergbauinstituten der Fall ist. Das ist für uns ein gangbarer Weg, nur auf faires Gold zu setzen und damit auch soziale Aspekte zu berücksichtigen. So wird auch in der Ausbildung der Bergleute auf moderne Technologien gesetzt, um die Natur so gut wie möglich zu schonen.

Sie machen auch Sonderanfertigungen. Welche Geschichte ist Ihnen hier in besonders lieber Erinnerung geblieben?
Ich erinnere mich an ein Ehepaar, das sich in Wien getraut hat. Er war Wiener, sie hatte schottische Wurzeln und beide haben den Wiener Ring als Ehering gewählt. Die Braut wünschte sich als Reminiszenz an ihre Heimat blaue und grüne Steine, die wir in Anlehnung an das Wappen ihres Familien-Clans in den Ring eingesetzt haben. Wir individualisieren gerne jedes Schmuckstück, von Gravuren bis zu besonderen Edelsteinen. Mit dieser Geschichte ergab sich eine besonderes schöne Verknüpfung zweier Länder.

Wer ebenfalls einen echten Wiener Ring an seinem Finger wissen möchte, erfährt alles Wissenswerte hier.