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Die Babenbergerpassage

Freitag, der 1. September 2017

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Am Burgring – auf der Wiener Ringstraße – befindet sich eine ganz besondere ehemalige Fußgängerunterführung: die Babenbergerpassage.

Nachdem 1955 die Opernpassage mit Begeisterung aufgenommen wurde, folgten ab 1960 weitere Unterführungen. PassantInnen hatten damit die Möglichkeit, sicher von einer Seite der Ringstraße auf die andere zu gelangen. Die Bellariapassage (Volksgarten) und die Babenbergerpassage, beide von Adolf Hoch entworfen, wurden 1961 vom damaligen Wiener Bürgermeister Franz Jonas eröffnet.

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Mit der Eröffnung der U2 konnten einige der Durchgänge an die U-Bahn angeschlossen werden. Die Babenbergerpassage allerdings nicht – dementsprechend wurde sie immer weniger genutzt. Als in den 90er-Jahren die U3 ihren Dienst aufnahm, schloss die Stadt Wien schließlich die Passage. Lange Zeit stand der Durchgang leer.

Feiern im Underground-Club

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2003, Jahrzehnte nach ihrer Einweihung, war die Babenbergerpassage wieder im Gespräch. Inzwischen hatte dort eine Clubdiskothek eröffnet, nur der Name blieb unverändert. Die neue „Babenberger Passage“ in der historischen Unterführung verlieh dem längst vergessenen Durchgang neuen Glanz. Wo einst FußgängerInnen die Ringstraße querten, wird heute im futuristischen Ambiente gefeiert.

Eine aufwändige Beleuchtung vermittelt den Eindruck, an Bord eines Raumschiffs statt im Herzen Wiens zu sein. Heute gehört die sogenannte „Passage“ in der ehemaligen Unterführung zu den angesagtesten Party-Locations der Stadt. Wenn ihr das nächste Mal am unscheinbaren Treppenabgang zur Passage vorbeikommt, wisst ihr: Nicht immer sind die Spuren des Wiener Wandels auf den ersten Blick sichtbar.

Bildquelle: events.at