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Die Geschichte des Wiener Opernballs

Dienstag, der 21. Februar 2017

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Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper

„Alles Walzer“, heißt es dieses Jahr wieder zum Auftakt des Wiener Opernballs. Wie kaum eine andere Veranstaltung wirft die Traditionsnacht ihr Licht auf die Musikstadt Wien und den stimmungsvoll strahlenden Wiener Ring. Am 23. Februar 2017  findet der Opernball bereits zum 61. Mal statt. Nach Lotte Tobisch und Desirée Treichl-Stürgkh ist heuer Marie Großbauer die neue „Ballmutti“. Bis der Opernball zum heute bekannten Höhepunkt der Ballsaison wurde, war es jedoch eine lange Reise.

Debüt als Tanzparty

Die Geschichte des Opernballs geht auf das Jahr 1814/15 zurück, auf die Zeit des Wiener Kongresses. Die Künstler der damaligen Hofoper organisierten damals eine Tanzveranstaltung als Gegenpol zu den politischen Gesprächen. Das neue Kultur-Event galt zunächst noch nicht als „Ball“ und fand erst 1877 in der Wiener Staatsoper statt. Der Kaiser befürchtete nämlich, dass die Veranstaltung ähnliche Ausmaße wie die Opernbälle in Paris annehmen würde – diese waren bekannt für ihre Tumulte und Unruhen.

Seine Meinung änderte er aber schnell: Das Orchester des ersten Opernballs wurde von Johann Strauß Sohn dirigiert. Die Eröffnungsmelodie, die Opern-Soirée-Polka, begeisterte das Publikum so sehr, dass es seine Stühle wegschob und spontan zu tanzen begann. Dieses Ereignis gilt als Geburtsstunde des Opernballs.

Der Opernball heute

Nach dem Ende der Monarchie fand der Opernball zum ersten Mal wieder am 26. Jänner 1935 statt. Sein Programm ist bis heute Tradition: Jährlich ziehen 180 Tanzpaare, bestehend aus einem Damen- und Herrenkomitee, zur Fächerpolonaise, komponiert von Carl Michael Ziehrer, in den Ballsaal ein. Das traditionelle Diadem der Debütantinnen aus 394 klaren und saphirblauen Swarovski-Kristallen wurde heuer von Karl Lagerfeld entworfen. Nach dem Einzug des Bundespräsidenten in seine Loge und dem Ertönen der Bundeshymne wird die Tanzfläche für alle anderen Ballgäste freigegeben. Im Anschluss an die beiden Quadrillen um Mitternacht und um 3 Uhr früh wird der Ball um Punkt 5 Uhr beendet.

Neben dem prunkvollen Ereignis in der Wiener Staatsoper lohnt es sich, einen Blick hinter die Kulissen – Pardon – vor die Türen zu werfen. Denn direkt vor der Staatsoper liegt Wiens Prachtstraße schlechthin: der Wiener Ring! Dieses Jahr schaffen erstmalig Light Gates von Stubenring bis Opernring Ball-Atmosphäre, auf Initiative der Wirtschaftskammer Wien. In Harmonie mit den schönsten und geschichtsträchtigsten Bauwerken des Landes verleiht die Beleuchtung dem Abend ein außergewöhnliches Flair.

Gut zu wissen: Der Opernball ist international so bekannt, dass ähnliche Veranstaltungen  in New York, Dubai, Zagreb und Kuala Lumpur als „Vienna Opera Ball“ stattfinden. In seiner Pracht und Lebendigkeit bleibt unser Wiener Opernball jedoch einzigartig.