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Die Verkehrsader und Flaniermeile der Stadt

Mittwoch, der 20. April 2016

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verkehrsader

 

2015 feierte die Wiener Ringstraße ihr 150. Jubiläum. Genauso lange schon genießt sie ihren Ruf als Prachtboulevard – sogar als einer der schönsten weltweit. Wir Wienerinnen und Wiener wissen das natürlich und schätzen unseren Wiener Ring nicht nur aufgrund seiner städtebaulichen und architektonischen Leistungen, sondern auch wegen seiner Rolle als eine der Hauptverkehrsadern Wiens.

Ob Kaiser Franz Joseph I. das schon geahnt hat, als er 1857 den Erlass für den Fall der Mauer rund um die Innere Stadt erteilte? Wir wissen es nicht. Doch damit fiel zweifelsohne der Startschuss für den Bau eines Boulevards, der ringförmig angelegt wurde und der heute das Stadtbild maßgeblich prägt. Im Laufe der Zeit entstanden entlang der Ringstraße nämlich zahlreiche der wichtigsten Bauten Österreichs: etwa das Parlament, das Rathaus, die Universität Wien und die Wiener Staatsoper.

Übrigens, für die Gestaltung der Ringstraße reichten 85 Architekten aus ganz Europa ihre Pläne ein. Weil keiner für sich alleine überzeugen konnte, beauftragte der Kaiser eine eigene Kommission mit dem Projekt – darunter renommierte Namen wie Theophil von Hansen, Heinrich von Fersten, Gottfried Semper und Carl von Hasenauer. Sie prägten den heute als Historismus bekannten Stil des Boulevards und seiner Gebäude.

Am 1. Mai 1865 wurde die Wiener Ringstraße dann feierlich von Kaiser Franz Joseph gemeinsam mit Kaiserin Elisabeth eröffnet, obwohl noch nicht alle Bauarbeiten abgeschlossen waren. Denn diese waren Schwerstarbeit und wurden unter größten Anstrengungen fertiggestellt. Davon bekamen die höfische Gesellschaft und das Großbürgertum freilich nur wenig mit – für sie war die Ringstraße schon damals Flaniermeile und „Hot Spot“, an dem man sich gerne sehen ließ. Und eigentlich hat sich das bis heute kaum verändert …