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Die Votivkirche

Donnerstag, der 9. November 2017

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In nomine patris …
Kirchen sind in Wien eine Hauptattraktion, nicht umsonst gehören zu den wichtigsten Postkartenmotiven auch der Stephansdom, die Karlskirche und die Votivkirche. An der Wiener Ringstraße findet sich so manche Kirche, jedoch ist die Votivkirche vermutlich die prominenteste. Neben dem Hauptgebäude der Universität Wien gelegen, ist die römisch-katholische Kirche einer der bedeutendsten Sakralbauten im neugotischen Stil.

Die Vorgeschichte zur Errichtung der Votivkirche beginnt mit einem turbulenten Ereignis in Franz Josephs Leben. Nachdem auf den Kaiser 1853 ein misslungenes Attentat verübt wurde, entschloss sich sein Bruder Ferdinand Maximilian, zum Dank seiner Rettung zu Spenden aufzurufen, um eine Kirche erbauen zu lassen. Diese Kirche wurde als Votivgabe (Dankgeschenk) mit Hilfe der Spenden von 300.000 Bürgern erbaut.

Wie für die meisten Ring-Bauten wurde auch für die Votivkirche ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Insgesamt wurden 75 Projekte von Architekten aus der Donaumonarchie, Deutschland, England und Frankreich eingereicht, bis schließlich der 26-jährige Wiener Architekt Heinrich Ferstel mit seinem Vorschlag den Auftrag erhielt.

Der Bau der Kirche begann 1856 und dauerte 23 Jahre, da währenddessen die finanziellen Mittel ausgingen. So musste die Kirche eine Zeitlang turmlos bleiben. Erst durch eine Subvention des Wiener Gemeinderates konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Nach 23 langen Baujahren wurde die Kirche schließlich am 24. April 1879 anlässlich der Silberhochzeit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth eingeweiht.

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Neben den wöchentlichen Gottesdiensten lädt die Kirche heute an Samstagen, Sonn- und Feiertagen zu Chorkonzerten ein. Zur Kirche gehört ein Museum, welches mit Ausstellungsstücken rund um die Errichtung beeindruckt. Dazu zählen Entwürfe und Pläne für die Glasmalereien, Wandbilder in der Votivkirche sowie der „Antwerpener Altar“, eines der bedeutendsten Kunstwerke seiner Zeit.

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Von dem dramatischen Grund für den 23-jährigen Kirchenbau bis hin zu historischen Schnitzwerken – die Votivkirche hat so einiges zu bieten.