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Die Wiener Strassenbahn

Dienstag, der 3. Oktober 2017

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PferdetramWien1885

Eine bahnbrechende Geschichte

Die Ursprünge der Wiener Straßenbahn gehen in das Jahr 1865 zurück. In dieser Zeit wurden in Wien Pferdestraßenbahnen betrieben, gezogen von Pferden oder Maultieren. 1883 fuhr die erste Dampf-Straßenbahn auf den Wiener Straßen. 14 Jahre später konnten die Wienerinnen und Wiener bereits in eine elektrisch betriebene Straßenbahn einsteigen.

Die Pferdestraßenbahn

Die Urgroßmutter der heutigen Wiener Straßenbahn fuhr von 1840 bis 1842 und war als Brigittenauer Eisenbahn bekannt. Die Straßenbahn wurde damals von Pferden und seltener auch von Maultieren gezogen. Vom Donaukanal gelangte man – ab 14 Uhr alle 15 Minuten – mit der Bahn bis nach Brigittenau. Nachdem die Firma Schaeck-Jaquet & Comp. die Konzession übernommen hatte, konnte man ab 5. Oktober 1865 vom Schottentor, an der neuen Wiener Ringstraße vorbei, bis nach Dornbach gelangen. Kurze Zeit später wurde die Wiener Tramwaygesellschaft gegründet und erbaute infolge den größten Teil des Straßenbahnnetzes in Wien. Weiters entstand die Neue Tramwaygesellschaft, die den Verkehr durch die Stadt und am Gürtel entlangzog, um die Qualität des Straßenbahnnetzes zu verbessern.

Die Dampfstraßenbahn

1883 fuhr die erste Dampf-Straßenbahn auf Wiens Straßen. Mit ihr gelangten Fahrgäste von Hietzing bis nach Perchtoldsdorf und wenig später nach Mödling. In den kommenden Jahren wurden systematisch mehr Linien gebaut, um das Vorankommen zu erleichtern. Die dampfbetriebene Tramway wurde jedoch rasch vom technischen Fortschritt eingeholt.

Die elektrische Straßenbahn

Mariahilferstrasse_1908_Stauda

1899 erhielt Wien die Genehmigung, elektrisch betriebene Straßenbahnen in der Stadt einzuführen. Die moderne Straßenbahn war geboren! Ihre zwei großen Vorteile: weniger Lärm und keine unangenehmen Gerüche. Am 26. Juni 1903 fuhr die letzte Pferdestraßenbahn durch Wiens Straßen. Die Dampfstraßenbahn war noch einige Zeit länger in Betrieb: auf einigen Strecken sogar bis 1922.

Diese Zeiten sind lange vorbei. Heute könnt ihr mit der neuesten Generation der Straßenbahn komfortabel und barrierefrei von A nach B fahren. Um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern, wurde die Straßenbahn hinuntergesetzt und Klappmechanismen wurden eingebaut, um von der Straße direkt in das Fortbewegungsmittel steigen zu können. Diese modernen Fahrzeugmodelle sind auch als ULF (Ultra Low Floor) bekannt.

Auf der Wiener Ringstraße gehören die alte und die neue Straßenbahngeneration gleichermaßen zum Stadtbild. Außerdem kennt ihr sicher jene außergewöhnliche Straßenbahn, die in leuchtendem Gelb am Wiener Ring unterwegs ist: die Ring Tram. Mit der Vienna Ring Tram könnt ihr Wiens Sehenswürdigkeiten ganz bequem in einer 25-minütigen Fahrt bestaunen und viel Wissenswertes über sie lernen.
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