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Historismus am Wiener Ring

Dienstag, der 26. September 2017

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Wien, und besonders der erste Bezirk, ist für viele historische Bauten bekannt. Doch was macht die Architektur der inneren Stadt so außergewöhnlich? Das Burgtheater, die Staatsoper, das Rathaus und viele weitere Bauten am Wiener Ring haben eines gemeinsam: Alle sind im Baustil des Historismus gestaltet worden.

Der Ausdruck Historismus bezeichnet einen im 19. und 20. Jahrhundert verbreiteten Architekturstil. Dabei ließen sich  die Architekten von älteren Stilrichtungen inspirieren, beispielsweise Antike, Romanik, Gotik, Renaissance oder Barock. Die daraus entstandenen Bauten vereinen häufig mehrere der genannten Ausprägungen in sich.

In seiner Spätphase entstand parallel der Jugendstil, den der Historismus teilweise beeinflusste. Der Historismus selbst erfasste neben der Architektur auch weitere Kunstgattungen. Das weltweit bedeutendste architektonische Ensemble des Historismus in Wien ist – nach der Altlerchenfelder Kirche, die noch in der Zeit des romantischen Historismus errichtet wurde – die Ringstraßenzone mit ihren öffentlichen und privaten Gebäuden. Dazu gehören etwa das Burgtheater, der Justizpalast sowie das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum.

Der Wiener Historismus lebte in der Donaumonarchie, wo er sozusagen zum „Reichsstil“ wurde, bis 1914 weiter. Nach wie vor ist er als Wiener Historismus der dominierende Stil in Wien, nach dessen Muster ganze Stadtviertel errichtet wurden. Hauptsächlich finden sich Bauten im Stil des Historismus am Wiener Ring wieder. Der Prachtboulevard vereint somit die Highlights zahlreicher architektonischer Meisterwerke.

Begebt euch doch mit diesem Wissen auf Entdeckungstour über die Wiener Ringstraße, und lasst die Ausstrahlung der vertrauten Traditionshäuser ganz bewusst auf euch wirken.