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Pinselstriche der Zeit

Mittwoch, der 10. Januar 2018

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Aktsaal der Akademie (1787), von Martin Ferdinand Quadal

Die an der italienischen Accademia di San Luca angelehnte Kunstakademie Wien war und ist bis heute die Wiege großer Künstler. Seinen Anfang nahm das Institut bereits 1692, als sich Hofkammermaler Peter Strudel entschloß, eine bildete Einrichtung für Künstler zu gründen. Schon bald herrschte im „Strudelhof“, dem ursprünglichen Standort der Kunstakademie, reges Treiben. Es dauerte nicht lange, bis sich neben der klassischen Malerei auch weitere Kunstformen in dem Institut ansiedelten – und das sprach sich herum. Der gute Ruf erreichte im Jahre 1705 den Hof der Habsburger. Im selben Jahr wandelte Kaiser Joseph I. die bereits von seinem Hof geförderte Akademie in ein kaiserliches Institut um.

Doch Licht wirft auch Schatten: Nach dem Tod Peter Strudels 1714 schloß der „Strudelhof“ für über 10 Jahre die Pforten. Erst 1725 erfolgte durch Kaiser Karl VI. und unter Schirmherrschaft des K.k. Hofmalers Jacob van Schuppen eine Neugründung als „K.k. Hofakademie der Maler, Bildhauer und Baukunst“, welche im Jahr 1731 in das Schönbrunnerhaus übersiedelte. Es folgten turbulente Jahre: die erneute Schließung 1740, der Zusammenschluss aller Wiener Kunstlehranstalten zu einer „Akademie vereinigter bildender Künste“ oder die Verleihung des Hochschulstatuses 1872 – auch wenn es zwischenzeitlich ruhiger um die Akademie wurde, so hat sie sich – zurecht – behaupten können. Der heutige Name „Akademie der bildenden Künste“ wurde dem Institut schließlich im Jahr 1998 verliehen.

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Die wunderschöne Fassade der Akademie der bildenden Künste.

Neben dem Lehrbetrieb als Institut – unter anderem für Kunst und Architektur oder künstlerisches Lehramt – beherbergt die seit 1877 am Schillerplatz 3 gelegene Akademie Sammlungen an namenhaften Gemälden, Kupferstichen sowie eine Glyptothek.