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Vom Exerzierplatz zur Showbühne – der Wiener Rathausplatz

Montag, der 7. August 2017

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Im ersten Bezirk in Wien – mit direktem Zugang zum Wiener Ring – befindet sich das Wiener Rathaus mit seinem davor gelegenen Rathausplatz.
Auf dem heutigen Rathausplatz lag einst das Josefstädter Glacis, ein Wiesengelände, das als Schussfeld vor den Mauern Wiens freigehalten wurde. Später wurde das Gelände als Parade- und Exerzierplatz des kaiserlichen Heeres genutzt. Da der Wiener Ring erst seit dem Jahr 1858 als Straße besteht – davor befand sich dort die Wiener Stadtmauer – blieb das Areal lange unangetastet, bis schließlich das Heer auf einen anderen Parade- und Exerzierplatz umsiedelte und ein Bauplan für das Gebiet entwickelt werden konnte. Nachdem der Standort des neuen Rathauses feststand, begannen 1872 die Bauarbeiten.
In den kommenden Jahren erhoben sich rund um den Rathausplatz weitere große Bauten: die Universität Wien, das Burgtheater und das Parlament. Die Parkanlage des Rathausplatzes wurde im Juni 1872 – zeitgleich mit der Grundsteinlegung für das Rathaus selbst – fertiggestellt.

Die Namensgebung
Im Laufe der Zeiten wechselte der Name des Platzes dreimal. Ursprünglich als Rathausplatz angelegt, wurde er 1907 nach dem christlichsozialen Wiener Bürgermeister Dr.-Karl-Lueger-Platz benannt.
In der Zeit des Nationalsozialismus trug er den Namen Adolf-Hitler-Platz. 
Schließlich, nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945, wurde er erneut Rathausplatz getauft. Eine Initiative, den Platz in Helmut-Zilk-Platz umzubenennen, schlug 2008 fehl.
Mittlerweile dient der Wiener Rathausplatz – dank seiner Größe – als perfekte Location für unzählige Events. Der Christkindlmarkt und der Wiener Eistraum – ein großflächiger, mobiler Eislaufplatz – zur Winterzeit, das Filmfestival im Sommer oder das Steiermarkdorf im April: Am Wiener Rathausplatz ist immer was los.