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Was war vor den Ringstrassen-Galerien? Die Geschichte des Steyr-Daimler-Puch-Hauses.

Dienstag, der 28. März 2017

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Dass ihr in den Ringstraßen-Galerien hervorragend shoppen gehen könnt, wisst ihr ja bereits. Denn wie ihr unserem Blog entnehmen könnt, ist das City-Shoppingcenter die erste Adresse, wenn es ums Einkaufen in der Wiener Innenstadt geht. Die Galerien versprechen ein einmaliges Angebot, aber auch eine ganz besondere Architektur: Denn die Architekten Wilhelm Holzbauer und Georg Lippert haben es geschafft, zwei separate Gebäude durch eine Glasbrücke zu verbinden und die Galerien in majestätischem Glanz erstrahlen zu lassen. Was jedoch viele nicht wissen: Da, wo sich heute die Ringstraßen-Galerien befinden, stand bis vor 30 Jahren noch ein ganz anderes Gebäude: Das Steyr-Daimler-Puch-Haus.

Anfang und Ende eines Traditionshauses

Unter dem Wiener Architekten Carl Appel wurde das Haus am Kärntner Ring in den Jahren 1955 und 1956 errichtet. Das Gebäude war die Zentrale der Steyr-Daimler Puch AG, einem der bedeutendsten Mischkonzerne der eisenverarbeitenden Industrie in Österreich. Dieser Bau zeichnete sich durch seine außergewöhnliche Architektur aus: Mächtige, tragende Stahlbetonstützen zierten das siebenstöckige Bürogebäude im Inneren – diese standen frei in den Räumen, welche im Erdgeschoß vollständig verglast waren.

Leider konnte das Steyr-Daimler-Puch-Verwaltungsgebäude, so sein vollständiger Name, seinen Glanz und seine Pracht nicht lange aufrecht erhalten – am 19. Februar 1987 fiel es einem Brand zum Opfer, welcher so massive Schädigungen am Gebäude anrichtete, dass es 1990 komplett abgerissen werden musste.

Der Brand des Steyr-Daimler-Puch-Hauses jährt sich heuer zum 30. Mal. Und obwohl es noch nicht allzu lange her ist, ist seine Geschichte schon beinahe in Vergessenheit geraten. Heute erinnert nichts mehr an dieser Stelle an die ehemalige österreichische Konzernzentrale, die durch den Kärntner-Ring-Hof mit den Ringstraßen-Galerien strahlend und prachtvoll ersetzt wurde.

Bildquelle: ÖNB (www.bildarchivaustria.at)